STRONG by Zumba – ein Erlebnisbericht

„Zumba, ist das nicht dieses fröhliche Rumgehüpfe? Dieser Hausfrauensport?“

Ich werde meine erste und einzige Zumba-Stunde niemals vergessen. Voller Scham stand ich in der ersten Reihe und starrte ungläubig den Trainer an, der motivierend rief „Leute, wenn ich nach rechts gehe, aber ihr Lust auf links habt – dann geht ihr einfach nach links!“ und fragte mich, was da auf mich zukam. Nach zehn Minuten war mir klar: Einmal und nie wieder! Ich mache gerne Krafttraining, ich will mich auspowern und an meine Grenzen gehen. Nicht locker-flockig meine Hüften zu Ricky Martin schwingen.

Umso mehr habe ich mich gefreut, das neue Programm STRONG by Zumba (SBZ) während eines Presse-Events in München ausprobieren zu dürfen. Begrüßt wurden wir durch Ai Lee – Gesicht, Mitentwicklerin und Trainerin des Programms, die uns eine kurze Einführung gab. STRONG by Zumba ist ein etwa einstündiges Intervalltraining (HIIT) mit dem eigenen Körpergewicht. Nichts da mit Hüften schwingen! Ein Workout besteht aus vier Teilen, auch Quadranten genannt, die in Intensität zunehmen, je weiter das Workout voranschreitet. Ich war schon nach Teil eins mehr als ausgepowert – mein Kopf mindestens so rot wie mein Oberteil. Aber es ging weiter: Burpees, Squats und Planks kombiniert mit Bewegungen aus dem Kampfsport; plyometrische Übungen wurden von Stabi-Übungen abgewechselt. Nach jedem Quadranten gab es einen kurzen Moment, um nach Luft zu schnappen und zu trinken, bevor es weiterging. Quadrant Nummer vier hat den Namen „Floor Play“, das heißt, dass alle Übungen auf dem Boden gemacht werden und hier vor allem die Bauchmuskeln beansprucht werden.

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STRONG by Zumba

Nun werdet ihr sagen: „Aber gut, HIIT kann ich überall machen! Warum sollte ich ausgerechnet STRONG by Zumba ausprobieren?“

Alle die schonmal Intervalltraining gemacht haben, kennen den  Blick zum Timer. Der verzweifelte Blick, der nur noch verzweifelter wird: „Oh nein, noch 25 Sekunden durchhalten!“ Oder aber das monotone Widerholungen zählen. Noch acht, noch sieben, noch sechs…Nicht wirklich motivierend, oder? Genau hier setzt SBZ an –   mit Musik! In den meisten Trainingseinheiten spielt Musik eine untergeordnete Rolle, sie wird abgespielt und die Trainierenden machen ihre Übungen. STRONG by Zumba hingegen setzt Musik in seinen Mittelpunkt. (Das ist meiner Meinung nach die einzige Ähnlichkeit von SBZ zu anderen Zumba-Workouts: Musik, Musik, Musik!) Die verschiedenen Quadranten entstehen, bevor sich jemand überhaupt Gedanken über die Musik dazu macht. Erst wenn das Workout steht, wird mit dem Video davon ins Tonstudio marschiert. Dort bekommen Musikproduzenten wie Timbaland und Pitbull die Challenge, für jeden Move einen Beat zu kreieren. Every beat has a move, every move has a beat. Und es funktioniert wirklich! Auch Laien und SBZ-Neulinge, denen die Moves und Abläufe noch unbekannt sind, werden sofort mitgerissen – ich inklusive. Wie viele Wiederholungen noch? Egal, denn die Musik sagt, wo es entlang geht! Anders als beim klassichen Zumba-Workout, handelt es sich bei SBZ-Musik um Dance Hall, House & Co. Alles ist beatlastiger, es kommt eine regelrechte Club-Atmosphäre zustande. Dass die meisten Leute Spaß dabei haben sich zur Musik zu bewegen ist bekannt. Dass Musik im Sport unfassbar motivieren kann auch. SZB kombiniert beides, und nebenbei ist es eines der härtesten Workouts, die ich je gemacht habe. Wirklich, das sage ich nicht nur, weil ich von Zumba eingeladen wurde, sondern weil ich ehrlich richtig im Eimer war, nach Luft geschnappt habe wie ein Fisch auf dem Trockenen und danach drei Tage Muskelkater im ganzen Körper hatte. Und wer mich kennt, weiß, dass ich diese Art der Folter liebe.

Mein Fazit: STRONG by Zumba ist nichts für Anfänger. Zwar lässt sich jede Bewegung für jedes Fitness-Level abwandeln, aber wer ein lockeres Training mit ein wenig Bewegung und Ausgleich vom Alltag sucht, ist vielleicht eher fehl am Platz. Wer allerdings „Fitness lebt“, wird es lieben! Ich freue mich bereits darauf, wenn SBZ in den deutschen Studios Einzug hält, denn es ist die perfekte Ergänzung zu meinem Kraftsport. Wie gesagt, Gewichte stemmen und Muskeln haben ist nett. Sie einsetzen zu können und sich wie ein Athlet zu fühlen etwas anderes.

Ein kurzes Video über SBZ, das den Kern des Programms auf den Punkt bringt:

Hier findet ihr noch einige Bilder des Presse-Events.

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Vegane Brownies – mein Rezept

Mich hat gestern die große Brownie-Back-Lust gepackt. Wer mich kennt, weiß, dass ich am liebsten die fettige Variante mit viel Butter und Zucker mag – aber der Schlemmerei wird nun (zumindest teilweise) ein Ende gesetzt. Ich präsentiere Euch nun mein super duper „cleanes“ Rezept für Brownies, die mindestens so lecker schmecken wie ihr Original.

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Saftig und voller guter Zutaten

Ihr braucht

3 Esslöffel Wasser
1 ½ Esslöffel Chia-Samen
3/4 Tasse (vegane) Schokolade
1/4 Tasse Kokosöl
1 ½ Tassen Mehl
1/2 Tasse Haferflocken
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Backpulver
1/2 Tasse Rohrohrzucker
1/2 Tasse Apfelmus
1/4 Tasse Nüsse (zerhackt)

1. In einer kleinen Schüssel das Wasser mit den Chia-Samen verrühren und für ein paar Minuten zur Seite stellen, damit die Samen ziehen können.

2. Schokolade und Kokosöl in einem Wasserbad schmelzen.

3. Mehl, Haferflocken, Salz und Backpulver in einer größeren Schüssel vermengen.

4. Zucker, Apfelmus und die aufgequollenen Chia-Samen mit der Schoko-Kokosöl-Mischung verrühren. Diese Mischung anschließend mit den trockenen Zutaten vermengen und kneten, bis ein klebriger Brownie-Teig entsteht.

5. In eine (gefettete) Form gießen und circa 25-20 Minunten bei 180°C backen.

Tipp: Haferflocken ziehen enorm viel Flüssigkeit. Daher bleiben die Brownies etwas matschiger, wenn ihr auf die Flocken verzichetet und stattdessen eine halbe Tasse Mehl mehr verwendet.

Viel Spaß und lasst es Euch schmecken!

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Sieht das nicht lecker aus?!

 

Kreuzheben 1×1

Hallo zusammen,

heute ganz kurz und knackig: Kreuzheben! Was ist das eigentlich?

Das Kreuzheben ist eine Kraftübung, bei der ein auf dem Boden liegendes Gewicht aus einer vornübergebeugten, stabilen Position hochgehoben wird. Oder wie einige eher hämisch zu sagen pflegen: „Lift things up and put them down“.

Das Kreuzheben trainiert den gesamten Körper und wird daher als Grundübung oder Ganzkörperübung bezeichnet. Die Übungn trainiert den Rückenstrecker, den Gluteus Maximus, die Oberschenkel, den Schollenmuskel, den Bauch, den oberen Rücken sowie die Griffstärke. Ein echter Allrounder, der meiner Meinung nach in keinem Training fehlen darf!

Es gibt viele Varianten, die Übung auszuführen: klassisch, Sumo, mit (fast) gestreckten Beinen, mit einer Langhantel, Kurzhanteln oder einer Kugelhantel. Je nach Übungswahl kann der Fokus verstärkt auf  unterschiedliche Muskeln gelegt werden, aber es ist und bleibt eine Ganzkörperübung – eine Übung, bei der Trainierende sich leicht verletzen können. Denn eins hat sich leider nicht geändert: Je schwerer das Gewicht, desto größer die Coolness. Ehm, nein?! FORM > GEWICHT! IMMER! Ihr macht Kreuzheben mit 4kg pro Hand? Cool! Ihr könnt 100kg mit perfekter Form heben? Auch cool! You do you!

An dieser Stelle möchte ich Euch ein grandioses Video der Youtuberin Emily Hayden einbetten, die zusammen mit ihrem Coach die optimale Form beim Kreuzheben bespricht. Im Laufe des Videos ist deutlich zu erkennen, wie sich Emilys Form verbessert und worauf sie achtet. Unbedingt schauen! Zum Vergleich: In einem meiner letzen Instagram-Videos könnt ihr gut erkennen, dass meine Hüften zu schnell nach oben kommen, wärend die Hantel sich noch nicht bewegt. Das liegt unter anderem daran, dass ich keine Spannung in den Armen aufbaue, bevor ich die Hantel anhebe. Dies ist ein Aspekt, an dem ich unbedingt arbeiten muss und werde – ebenso meine Hüftmobilität. Challenge accepted!

Und letztlich: Krafttraining ist schön und gut, aber Mobilitätstraining ist genauso wichtig! Achtet deshalb nicht nur darauf, Euch gut aufzuwärmen, sondern auch darauf, an Euren Schwachstellen zu arbeiten und beweglicher zu werden (damit meine ich kein statisches Dehnen!). Eure Form wird nur so gut sein, wie ihr wirklich „fit“ seid. Den Fitness-Begriff habe ich in einem meiner früheren Blogposts genauer unter die Lupe genommen, schaut doch nochmal rein – es lohnt sich!

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Im Test: Athletic Greens

Ich hatte die Chance, ein Produkt testen zu dürfen. (Wahnsinn, ich! – kaum zu glauben, mit meinem Popel-Account) Und zwar: Athletic Greens. Sicherlich habt ihr auf Instagram so einige Blogger gesehen, die das Produkt bewerben und davon vorschwärmen. Da ich allerdings nicht wirklich darauf stehe, etwas positiv zu bewerten, wenn ich es nicht ausführlich gestestet habe…lange Rede kurzer Sinn: Ich habe das Unternehmen angeschrieben und gefragt, ob ich das Produkt testen darf. Und siehe da: Mir wurde eine Monatsration zugeschickt (30 Portionslöffel)

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Das Produkt

Auf der Website wird das Produkt als „Superfood Cocktail“ beworben, und als „Energy-Drink, der sogar gesund ist“.  Das Ganze kommt in Pulverform, ist grün ist riecht relativ neutral. Laut Etikett auf der Dose enthält Athletic Greens 75 vollwert-basierte Inhaltsstoffe, eine Riesenportion Antioxidantien und so viele Nährstoffe, wie 12 Portionen Obst und Gemüse in einer Ration. Das kingt ja alles schön und gut, aber wie sieht’s in der Praxis aus?

Um die beste Wirkung zu erleben, soll Athletic Greens morgens nach dem Aufstehen auf nüchternenv Magen getrunken werden. Einfach in kaltem Wasser auflösen (mein Tipp: Je kälter das Wasser desto löslicher das Pulver) und runter damit! Menschen, die körperlich tätig sind und/oder sehr viel Stress haben, wird empfohlen, im Laufe des Tages eine zweite Portion zu sich zu nehmen.

Und wie schmeckt’s?
Leute, ganz ehrlich: Am ersten Tag habe ich etwa zwei Schluck genommen und den Rest in die Spüle gekippt. Der Geschmack war bitter, so wie man es sich von so Greens vorstellen kann – einfach richtig ekelig. Aber ich bin drangeblieben und habe jeden Tag meine Ration zu mir genommen (irgendwann auch die ganze Portion). Vom Geschmack ist es sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber nach eine Weile fiel mir das gar nicht mehr auf.

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Mein Frühstück

Und die Wirkung?
Schwer zu sagen. Ich habe mir nach ein paar Tagen tatsächlich eingeredet, mehr Energie und ein besseres Hauptbild zu haben. Aber da sowas recht häufig nur psychosomatisch ist, kann ich es nicht wirklich sagen. Vielleicht wollte ich mir nur besser fühlen, was darin resultierte. (Lebenstip: Immer gut fühlen wollen, dann kann man gar nicht anders!) Da ich meine Makros zähle (zumindest ab und zu, wenn auch nicht regelmäßig) neige ich häufiger dazu, nicht genug Obst und Gemüse zu essen. Da kommt natürlich so ein kleiner Helfer mit allen notwendigen Mikronährstoffen mehr als gelegen.

ABER: Ein Pulver wie Athletic Greens ist keine Entschuldigung,  Gemüse und Obst schleifen zu lassen! Ich habe die Möglichkeit, mir so gut wie jede Mahlzeit vorzukochen, von daher sollte es für mich kein Problem sein gesund und ausgewogen zu kochen, und meine Mikornährstoffe durch „richtiges“ Essen abzudecken. Für Menschen, die berufsbedingt viel reisen, oder denen es schwerfällt gesund zu essen, ist das was anderes. Von daher mein Fazit: cooles Produkt, teures Produkt (fast 100€ die Dose), hochqualitative Inhaltsstoffe, Geschmack von „bäh“ bis „top“, aber nicht zwingend notwendig für normale Herrschaften, die selbst einkaufen und kochen können.

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Grün, grün, grün

Mein Tipp für München: frischfutter

Ich habe von einigen Wochen einen neuen Laden mitten in der Münchener Innenstadt entdeckt, den ich unbedingt mit Euch teilen muss! Und zwar frischfutter, direkt zwischen Hauptbahnhof und Stiglmaierplatz und damit ULTRA zentral gelegen.

Ganz ehrlich, Dead & David sieht im Vergleich zum frischfutter recht schwach aus. Die Inhaltsstoffe sind um ein vielfacher nährstoffreicher, und die Mahlzeiten nicht nur sättigender sondern auch günstiger! So gibt es verschiedene „Bowls“ mit wahlweise Couscous oder Reis als Grundlage. Andere Zutaten, wie zum Beispiel Kichererbsen, Sprossen, Avocado, Oliven und Tofu, können beliebig hinzugefügt werden. Ist Euch mal nicht danach zumute etwas selbst zusammen zu stellen, gibt es auch drei bereits fertige Bowls mit festen Zutaten. (siehe Bilder)

Neben den kalten Bowls mit Reis oder Couscous gibt es auch verschiedene vegane Currys! Ich sage Euch, ein Träumchen! Abgerundet wird die Speisekarte durch ein wechselndes Wochengericht.

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Ich muss gar nicht viele Worte über das frischfutter verlieren, außer dass ich begeistert bin. Die Zutaten sind frisch und unbehandelt, die Portionen riesig, die Gerichte gesund und toll kombiniert und die Inhaber super nett! Solltet Ihr in der Gegend arbeiten und auf der Suche nach gesunden Alternativem zum Döner-Mann sein, schaut mal dort vorbei! Ich bin mir sicher, es wird Euch ebenso gut gefallen wie mir. Meine Kollegen gehen inzwischen auch alle dort ihr Mittagessen holen, weil ich Ihnen ohne Unterlass von „diesem neuen coolen Laden“ vorgeschwärmt habe!

Richtig aufwärmen, wie geht’s?

Hallo ihr Lieben,

heute soll es um das Thema „richtig aufwärmen“ vor dem Training gehen. Während meines Trainer-Lehrgangs wurde stets von einem 3-Phasen-Aufwärmprogramm gesprochen:

  1. Psychische/mentale Einstellung: Vor dem Training eine positive Einstellung zum Training finden, um die Konzentration und Motivation zu fördern
  2. Allgemeines Aufwärmen durch Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems (Joggen, Walken, Rudern; 5-15 Minuten je nach Trainingsstand)
  3. Spefizisches Aufwärmen der Muskeln, die in der Trainingseinheit beansprucht werden

Aber warum wärmen wir uns eigentlich auf? Hierzu gibt es vier wesentliche Gründe:

  1. Erhöhung der Körperkerntemperatur von 37,0°C auf 38,0-38,5°C
  2. Mobilisation des Herz-Kreislauf-Systems und damit Erhöhung der physiologischen Leistungsfähigkeit
  3. Verletzungsprophylaxe
  4. psychische Einstimmung auf die nachfolgende Belastung

So, und wie viele Leute im Fitnessstudio wärmen sich tatsächlich auf? Bei mir im Studio habe ich häufig den Eindruck, dass sich die meisten einfach Hals über Kopf ins Traning stürzen, mit komplexen Übungen beginnen und nach einem Satz schon bei ihrem Arbeitsgewicht sind. ABER: Aufwärmen ist die halbe Miete! Nur wenn wir uns aufwärmen, ist unser Körper überhaupt bereit intensiver trainiert zu werden und kann zu Bestleistungen getrieben werden. Daher nehme ich mein Aufwärmen sehr ernst und überspringe es nie. Ob Ober- oder Unterkörpertraining: ich rudere stets circa 10 Minuten bevor ich überhaupt daran denke, mit dem spezifischen Aufwärmen zu beginnen.

Ein für mich weiterer wichtiger Punkt ist die Aktivierung der richtigen Muskelgruppen und das damit einhergehende Gespür für den trainierten Muskel. Aufwärmesätze sind schön und gut, aber wenn ich gar nicht weiß, wie der Muskel sich eigentlich anfühlt, wenn er kontrahiert, ist die Sache etwas kontraproduktiv.

Daher:

Trainiere ich meinen Oberkörper, wärme ich zunächst den Schultergürtel und das Schultergelenk (Rotatoren!) auf, Kreise die Arme und Handgelenke ruhig und kontrolliert und arbeite zeitgleich an der Beweglichkeit meiner Gelenke. Trainiere ich meine Beine und den Glutaeus fange ich mit verschiedenen Übungen zur Mobilisation des Hüftgelenks an. (Hier ein Video mit einigen guten Übungen dafür) Je nach Zeit und Lust und Laune folgen dann auch noch welche für das Sprunggelenk – bei Interesse kann ich gerne einen separaten Blogpost zu verschiedenen Mobilitätsübungen und -techniken machen)

Bevor ich dann endlich mit meinen Aufwärmsätzen beginne, schnappe ich mir noch meine Bänder von Let’s Bands und mache ein paar Übungen, um gezielt den Glutaeus zu aktivieren. Der soll bei mir nämlich wachsen 😉 Die Aktivierung der Glutaeus-Muskeln durch wenige Übungen hilft mir dabei, mich im Training besser auf den Muskeln zu konzentrieren und ihn gezielter zu beanspruchen. Da mir derzeit der Fotograph fehlt (und mein Gym immer zu voll ist, um ordentlich und ungestört Bilder zu machen) bette ich Euch  ein Video von ZoeLiveLoveLift ein. Die Übungen sind klasse und dauern maximal fünf Minuten! Also keine Ausreden!

Ich war so glücklich und durfte das Power Set Landy  von Let’s Bands testen. Die Bänder kommen in drei verschiedenen Stärken, sodass ich immer das passende auswählen kann (je nachdem wie sehr ich sterben möchte!) Inzwischen nutze ich sie regelmäßig (Bilder folgen, versprochen!), entweder zum Aufwärmen oder zum Ausbrennen der Muskulatur am Ende des Trainings. (Nein, ich werde hierfür nicht bezahlt. Ich erzähle Euch davon, weil ich ehrlich begeistert bin und mein Training sich durch den Einsatz der Bänder merklich gebessert hat)

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Alles in allem benötige ich also für mein Aufwärmprogramm vor dem Beintraining 15-20 Minuten. Das Ergebnis sind spürbar besser durchblutete sowie aktivierte Muskeln und  Motivation, so richtig loszulegen!

Wie handhabt ihr Euer Aufwärmen? Bänder, keine Bänder? Nur Cardio? Dynamisches Dehnen? Oder seid ihr eher faul und startet nach ein paar Aufwärmsätzen gleich in Euer Training? Ich bin neugierig und immer für Tipps zu haben!

Wenn Stuttgart hipstert: Das Lumen.

Ganz zentral, im Stuttgarter Westen, ein paar Minuten von der Haltestelle Schwabstraße, liegt das Lumen.

Momentan sogar von „Parklets“ umsäumt ist das Café alles was sich ein Schanzenkind in Stuttgart wünschen kann. Urban, schnuckelig, stylisch, lecker.

Morgens gibt es leckeres Frühstück, am Wochenende in tollen und nicht zu teuren Frühstücks Menüs, mittags einen Mittagstisch und nachmittags die leckersten Kuchen.

Der Service ist gut und die Ladys balancieren im Crop Top und Melone die Mangoschorle und das Linsen Dal zwischen der grün gefliesten Bar und den Tischen hindurch. Vegetarisch und Vegan gibt’s natürlich auch und wer abends noch etwas länger sitzen mag, bekommt hier auch den obligatorischen Gin Tonic.

Mit dem Lumen bekommt Stuttgart genau das, was einem im cleanen, ungemütlichen Zentrum oft fehlt. Ein kleines zweites Wohnzimmer.

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Lumen-stuttgart.de, Schwabstraße 65, Stuttgart

 

 

Markt des guten Geschmacks: Die Slow Food Messe Stuttgart

Die Slow Food Messe ist schon ein wenig her, dennoch möchte ich ein bisschen davon berichten. Als ich das letzte Mal dort war, gab es dort tatsächlich viel Neues zu entdecken. Das war glaube ich vor 7 Jahren. Mittlerweile habe ich mich viel mit Essen auseinander gesetzt, bin in den meisten Foodtrends ganz firm und versuche auch die neusten Entwicklungen zu verfolgen. Deshalb war die Messe jetzt auch nicht die pure Entdeckungsreise. Trotzdem ist so ein Besuch nie umsonst und immer sehr unterhaltsam.

SlowFoodMesse

Der überwiegende Anteil an Ausstellern bietet Öle, Käse oder Wurstauslagen an. Soweit erstmal nicht viel Neues. Natürlich kann man sich da hervorragend durch die Auslagen probieren, aber das Ganze ist dann auch irgendwann etwas redundant. Aber natürlich auch Schoki, Weine und weitere Spirituosen waren breit vertreten. Gerade bei letzterem konnte man allerdings (verständlicherweise) nur kaufen und nicht probieren.

Gleich zu Beginn habe ich mir erstmal einen leckeren Kaffee einer kleinen Kaffeerösterei gegönnt, die Peruanischen Kaffee verkauften. 1A und überhaupt nicht bitter.

Nachdem wir ausgiebig durch die Stände geschlendert waren und das ein oder andere Öl/Käse/Wurst/Antipasti probiert hatten wurde die Messe auch bereits ziemlich voll und wir beschlossen an einem größeren Stand etwas zu Mittag zu essen. Das Schöne an einer solchen Messe ist die ausgefallene Auswahl an Gastronomieangeboten. Daher gab es Ravioli mit Käse und Bohnen(!) in Salbeibutter mit Trüffel. Meeeega und nach dem Kaffee Highlight Nr.2.

Versteht mich nicht falsch, die ausgestellten Produkte waren echt super, aber ich hatte natürlich auf neue Produkte gehofft. So wie vielleicht vor ein paar Jahren Chia oder noch ein paar Jahre vorher Quinoa neu aufkamen… Ad hoc konnte ich leider keine neuen Superfoods entdecken, die ich nicht schon in den sozialen Medien gefunden hätte. So hätte ich es zum Beispiel toll gefunden, vielleicht hier und dort mal „Goldene Milch“ (Kurkuma-Latte) zu entdecken oder eine Buddah Bowl snacken zu können.

Dennoch gab es für mich noch ein paar Dinge zu entdecken.

Da ich mich bisher noch nicht so recht an Matcha Tee herangetraut hatte, habe ich mich da erstmal einweisen lassen und mich durch verschiedene Sorten probiert. Zwar nicht super neu, aber für mich mit Mehrwert.

Des Weiteren entdeckten wir einen Stand, die Höri-Bülle Zwiebeln verkauften! Das war mir bisher noch überhaupt kein Begriff gewesen. Die Höri-Bülle ist eine besondere rote Speisezwiebel, die es nur auf der Bodenseehalbinsel Höri gibt und nur wenig im Handel zu kaufen ist! Also was ganz Besonderes! Für 3,50€ haben wir also gleich mal eine große Zwiebel mitgenommen, die seither im Garten wächst. Wenn die Samen dann reif sind, können diese dann geerntet werden und neue kleine Zwiebelchen gezüchtet werden. Es gibt nämlich weder Samen noch kleine Zwiebeln zu kaufen. Alle Produzenten verwenden selbsterzeugtes Saatgut oder erhalten Samen bei älteren Frauen aus der Nachbarschaft, die die langwierige Arbeit der Samengewinnung noch machen. Ich fand das auf jeden Fall total spannend und freue mich nach wie vor an einem so „langweiligen“ Produkt wie einer Zwiebel.

 

Und zu guter Letzt muss ich sehr lobend einen Gin erwähnen. Wie bereits gesagt, die meisten Spirituosen baten ihre Produkte nur entgeltlich zum Test an. Ansonsten gab es eigentlich keine Möglichkeit das Produkt zu erleben. Auf einen Stand wurde ich zu aller erst nur durch das Produkt- und Messestanddesign aufmerksam und war umso mehr begeistert, als ich das Messekonzept entdeckte. Die „Organic Distillery“ bietet ihren Gin in zwei Versionen, „Ginn“ & „Ginnie“, an und präsentierte diesen auf der Messe mit einem kleinen Parkour. Dort konnte man nach Anweisung die Sorten erriechen und erschmecken und die Unterschiede herausfinden. Nicht nur war das Konzept sehr interaktiv, sondern ermöglichte es dem Besucher auch sich mit dem Produkt auseinander zu setzen. Leider trinke ich selbst nicht so gern Gin, fand aber Marke und Messeerlebnis hervorragend geplant um umgesetzt. Absolut erwähnenswert!

Alles in Allem ein schöner Tag mit einigen wenigen spannenden Produkten, vielen leckeren guten Produkten und der Erkenntnis, dass ich mich für Zwiebeln begeistern kann. Nächstes Jahr gehe ich trotz wenig Neuem ganz bestimmt wieder.

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Ginn& Ginnie: http://www.organic-distillery.com/

Höri Bülle: https://www.slowfood.de/biodiversitaet/die_arche_passagiere/hoeri_buelle/

Markt des guten Geschmacks: http://www.messe-stuttgart.de/marktdesgutengeschmacks/

 

Bildquellen:

B1/2/3: Messe Stuttgart

B4: https://www.slowfood.de/biodiversitaet/die_arche_passagiere/hoeri_buelle/

B5: http://www.anonymekoeche.net/wp-content/uploads/Ginn-and-Ginnie_s1.jpg

 

Schwaben-Charme. Oder: Warum Stuttgart gar nicht so mies ist.

Eine Sache gleich vorab: Ich (Katha) bin gebürtiger Schwabe. Born and raised. Ich kenne Kehrwochen, Spätzle esse ich nur zu Hause und Maultaschen von Bürger habe ich bisher zweimal betrunken nachts gegessen. Ansonsten kommt mir sowas nicht auf den Teller. Trotzdem hatte ich meine Vorbehalte gegenüber Stuttgart.

Vielleicht liegt es daran, dass ich Hamburg abgöttisch liebe. Vielleicht daran, dass ich Stuttgart nur vor 6 Jahren kannte oder daran, dass ich eben auch nicht im Stadtzentrum unterwegs war, wie das in Hamburg der Fall war.

Nun ja, auf jeden Fall trieb mich das Masterstudium jetzt zurück in die alte Heimat. Und plötzlich hat Stuttgart Einkaufszentren, die Theo(-Heuss-Straße) ist out und die S-Bahnen fahren am Wochenende durch! Alles neu und alles anders.  Ernährungsumstellung (yay!), wieder mehr Sport und neue Freunde. So macht Stuttgart Spaß.

Wo, man wann und warum sein sollte, weiß ich nur manchmal, aber lerne dazu. Und werde versuchen euch mitzunehmen.

Tipps für mehr Bewegung im Alltag

Nicht alle unter uns sind Fitnesstrainer und den ganzen Tag in Bewegung (Dass ich es wäre, ist eine andere Sache). Ich sitze acht Stunden am Tag vor einem Computer, während mein Körper vor sich hin vegetiert. Da es sicherlich anderen auch so geht, hier meine Top-Tipps für mehr Bewegung bei der Arbeit!

  • Jede Stunde mal aufstehen und durchs Büro laufen. Das lässt sich wunderbar mit dem Gang ums Eck oder in die Küche verbinden. Immer wenn ihr merkt, dass Eure Konzentration nachlässt, ist ein wunderbarer Moment aufzustehen!
  • Wenn möglich im Stehen telefonieren! Habt ihr Meetingräume, in denen ihr stehen könnt, oder ein Einzelbüro? Sich während des Telefonierens die Beine vertreten tut gut. Auch: Nur weil ein Meeting einberufen wird, ist das noch keine Einladung sich gleich auf den nächsten Stuhl zu setzen. Wenn es sich um eine kurze Besprechung handelt, bleibe ich gerne stehen.
  • Nutzt Eure Mittagspause! In den meisten Unternehmen gibt es eine Stunde Mittagspause. 60 Minuten, das ist allerhand. Ich mache zusammen mit meinen Kollegen entweder vor oder nach dem Essen einen Spaziergang. Frische Luft und Bewegung tun gut und machen einen klaren Kopf. Auch nutze ich die Mittagspause gerne für mein Training. Sie wird dann zwar etwas länger als 60 Minuten, aber dafür bleibe ich dann Abends länger bei der Arbeit, um die Zeit auszugleichen. Und Abends kann ich auf dem Sofa bleiben und meine Serien schauen 😉
  • Ist das Wetter schön? Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit, oder steigt eine Haltestelle früher aus. So mache ich es: Ich steige so aus der S-Bahn aus, dass ich noch circa 10 zehn Minuten Fußmarsch vor mir habe. Auf dem Rückweg das gleiche Spiel.

Was macht ihr, um die Arbeit mit etwas Bewegung zu bereichern? Lasst hören, ich bin gespannt!

Habt einen schönen Tag, das Wochenende naht bereits!